Lyon: Bekämpfung von Luftverschmutzung mittels besonders schmutziger Benzindirekteinspritzer

Französische Anti-Diesel-Trolle haben wieder zugeschlagen. Um die Luftverschmutzung in Lyon zu bekämpfen, dürfen ab 2026 besonders schmutzige Benzindirekteinspritzer ohne Partikelfilter weiter fahren, saubere Diesel-PKW mit Euro 6d-TEMP jedoch nicht [1].

Das funktioniert so: Ab 2026 wird Lyon die Umweltplakette "Crit'Air 1" fordern. Diese erhalten alle Benziner, die ab 2011 erstmals zugelassen wurden. Diesel-Fahrzeuge mit Euro 6d-TEMP erhalten jedoch nur die Plakette Crit'Air 2. Die französische Regierung hatte eine Studie durchführen lassen, um diese falsche Entscheidung zu rechtfertigen. Die Studie hatte gezeigt, dass Diesel-Fahrzeuge mit Euro 6d-TEMP keinen nennenswerten Ausstoß von Schadstoffen zeigen, dass Benziner deutlich mehr Feinstaub ausstoßen, und dass der NOx-Ausstoß nicht mehr bedenklich hoch ist (siehe auch Benziner versus Diesel). Die Kosten dieser Studie mussten dann aber als Geldverschwendung verbucht werden, da nicht das gewünschte Ergebnis herausgekommen ist.

UPDATE 28.04.2021: Die Anti-Diesel-Trolle von Straßburg verwenden die gleiche Strategie ab 2028 [2].

Externe Links

[1] C'est officiel, la Métropole de Lyon interdira le diesel dès 2026 (Quelle: motor1, abgerufen: 17.03.2021)

[2] Eurométropole de Strasbourg : le diesel et les véhicules les plus polluants interdits en janvier 2028 (Quelle: francebleu, abgerufen: 28.04.2021)

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